Nachrichten aus der Diözese - Wie der neue "Solidaritätsfonds der Diözese" hilft***

Seit 2001 begleitet die Landpastoral (CPT) der Diözese Coroatá 300 Familien in ihrem Kampf um Anerkennung ihrer Ersitzungsrechte auf einem nicht genutzten Großgrundbesitz im Munizip Timbiras. Dies arme Munizip, noch stark vom Großgrundbesitz beherrscht, zählt über 6.000 junge Männer, die im Staat São Paulo Zuckerrohr schneiden, weil ihnen zu Hause Perspektiven fehlen.

In der Dorfgemeinde Alegria hat sich seit der Fastenaktion 2005 (zum Thema Gewässerschutz) eine Gruppe gebildet, die in Gemeinschaftsarbeit ohne große Kosten Wege sucht, wie man besser mit der Umwelt zusammenleben könnte. Heute sehen sie das Wasser als ein heiliges Gut, das allen gehört, aber begrenzt ist. Sie versuchen, dies vor Ort allen ins Bewusstsein zu bringen und umweltschonende Methoden anzuwenden.

  • Sie forsten die Flussufervergetation wieder auf,

  • sie stauen Wasser an, um ihre Manjokpflanzungen und Gärten zu bewässern,

  • sie pflanzen auch andere Produkte an als die bisher nur üblichen,

  • stellen Naturziegel her, um Gemeinschaftsgebäude zu errichten,

  • beleben traditionelle Feste und Tanzveranstaltungen wieder und

  • fördern Jugendliche, sich über den traditionellen Kampfsport Capoeira in die Dorfgemeinschaft zu integrieren.

Das schaffen sie in Gemeinschaftsarbeit, aber mit Hilfe kleinerer Projekte über den neuen "Solidaritätsfonds der Diözese" und unseres Martin Micha, eines deutschen Fachmanns für ökologische Landwirtschaft aus der Gegend von Düsseldorf, und anderer Freunde und Mitarbeiter unserer Diözese.

Toinha – CPT Coroatá

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