Initiativen unserer Partner - Münster - Aus dem Bistum Coroatá zu Besuch in Deutschland***

Organisiert vom Gemeindereferenten der früheren Gemeinde von Pfr. Klaus Honermann in Münster, der einige Jahre im Bistum Coroatá tätig war, und Frau Martina Artz, die zweimal pädagogische Aufgaben am Diözesankolleg wahrgenommen hatte, konnten Jugendliche aus der Pfarrei Timbiras mit Hilfe von Geldern zur Förderung von Jugendbegegnungen einen ganzen Monat zu einem Lernprojekt nach Deutschland kommen. Begleitet wurden sie von der Direktorin unseres Diözesankollegs, Da. Maria Baiano und der ehemaligen Leiterin unserer Landwirtschaftsschule EFA, Da. Lindalva Almeida Silva. Mit ihnen reiste die pädagogische Leiterin des Diözesankollegs, Da. Ana Maria de Oliveira. Dieser war die Aufgabe zugedacht, im Namen des Bischofs einige Gemeinden und Helfergruppen, das Kindermissionswerk in Aachen und die Mutterklöster der Reuter Franziskanerinnen und der Solanusschwestern zu besuchen, ihnen Grüße zu bringen und von der Arbeit des Bistums und des Diözesankollegs zu berichten. In Deutschland begleitete sie - bis an die Grenzen ihrer Kräfte - Maria Thielen, unsere treue Mitarbeiterin über viele Jahre.

Die Besucherinnen waren überwältigt von der Wärme, Herzlichkeit und Freude, mit denen sie überall aufgenommen wurden, oft empfangen mit brasilianischen Fahnen und Gesang, liebevoll beherbergt und verwöhnt. Überall stießen sie auf großes Interesse, viele Kenntnisse über Brasilien und Fragen über Fragen, die sie gerne und geduldig beantworteten. Sie hatten eher Kühle und Distanz erwartet, entsprechend der deutschen Oktoberkälte, die ihnen arg zu schaffen machte.

Deutschland, erstmals ein Land der "ersten Welt"! Die weiter Reisenden staunten über die Zeugnisse der Geschichte, die alten Dome, die schmucken Dorfkirchen, die Klöster, Burgen und Patrizierhäuser, die man ihnen zeigte, bis hin zu Ruinen aus der Römerzeit in Xanten. Sie sahen im Grün der Landschaften, Wälder und Hügel die Herrlichkeit Gottes, genossen eine Dampferfahrt auf der Elbe, hörten von den Zerstörungen durch den Hitlerkrieg und über die Spaltung und Wiedervereinigung unseres Landes und deren Folgen. In Schwaben bestaunten sie am Horizont die schneebedeckten Gipfel der Alpen. Etwas neidisch begutachteten sie die Einrichtung von Kindergärten und Schulen und stellten die Frage, ob es nicht auch eine Schulpartnerschaft des Dresdner St. Benno-Gymnasiums mit unserem Diözesankolleg geben könnte. Mit Anerkennung nahmen sie zur Kenntnis, mit wie viel Respekt und Kompetenz alte und behinderte Menschen in eigenen Einrichtungen behandelt werden.

Sie freuten sich, dass ihr Bischof an so vielen Orten Freunde hat, die mit ihren Herzen mit Coroatá verbunden sind und sich so Vielfältiges einfallen lassen, um – oft mit großer Mühe - die Arbeit dort auch finanziell zu unterstützen. In den Gottesdiensten fehlten ihnen die Jugendlichen und Kinder. Dass Gott im Herzen der Menschen sei, könne man weniger spüren als bei ihnen zu Hause.

Sie wurden nicht müde, warm und mit Herzlichkeit ihren Dank zum Ausdruck zu bringen und ihre neuen Freunde ihres Gebetes zu versichern.                                                 

Martina Artz, Ana Maria de Oloveira

Bischof Reinhard nach ihrer Rückkehr: "Ihr mündlicher Bericht war eine Freude."

Zurück zum Inhaltsverzeichnis des Brasilienbriefs 2007

*** So gekennzeichnete Artikel unterscheiden sich in der Online-Ausgabe von der Print-Ausgabe!