Nachrichten aus der Di÷zese - Das Essen war ab und zu merkwŘrdig

In einer Nachlese vom Weltjugendtag: "Wir lernten eine andere Welt kennen, wo es nicht so viel Gewalt gibt oder Hunger, Diskriminierung, Korruption, Drogen und andere Dinge, Probleme, die uns Tag und Nacht zu ersticken drohen. Das Treffen mit Behinderten war eine bewegende Erfahrung. Wir durften viele Städte kennen lernen, eine schöner als die andere und gut organisiert. Was uns am meisten beeindruckt hat: Niemand musste den anderen darauf aufmerksam machen, was seine Pflichten sind, jeder kannte seinen Teil. Die Personen, mit denen wir Kontakt hatten, waren großartig und sehr aufmerksam. ... Auch kleine Ortschaften haben gute Straßen und alles, was sie brauchen. Die Menschen in den Altenheimen werden gut gepflegt.

Nur schade, dass das Christentum zu verschwinden scheint. Die Kirchen sind sehr groß, aber leer. Gott steht immer an zweiter Stelle. Die Leute halten Distanz, es fehlen die zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Mehrzahl der Bevölkerung sind alte Menschen. Die Geburtenrate, heißt es, sei stark zurückgegangen; die Eheleute wollen ungebunden sein.

Es waren wunderbare Eindrücke, unvergesslich, beeindruckend. Es erschien uns wie ein Traum, aber wir sollten bald wieder aufwachen: Mario fand seinen Großvater krank vor; er starb einige Tage später. Und als wir unsere Arbeit wieder aufnehmen wollten, erfuhren wir, dass wir entlassen waren ..."

Zurück zum Inhaltsverzeichnis des Brasilienbriefs 2006