Di÷zesankolleg mehrfach ausgezeichnet

Von den zuständigen Bundes- und Landesbehörden und der UNESCO erhielt das Diözesankolleg das Siegel "Solidarische Schule 2005" zuerkannt, das jetzt stolz den Eingangsflur ziert. "Seine Erziehung sei engagiert auf die Ideale von Solidarität, Mitverantwortung und staatsbürgerliches Bewusstsein aufgebaut." – Das Meinungsforschungsinstitut IMBRAP erklärte auf Grund einer Untersuchung die Schule zum "Herausragenden Kolleg 2005" im Bereich der Grund- und Mittelschulerziehung und damit in diesem Bereich zur besten Schule vor Ort. – Auch an einem nationalen Informatik-Wettbewerb beteiligte sich das Kolleg und kam unter 2800 Schulen aus ganz Brasilien auf einen guten Platz im erster Zehntel und auf den zweiten in Maranhão.

Escola SolidariaBeste Schule von Coroatá und jetzt ganz ohne Bistumszuschuss für den laufenden Haushalt. Wie schaffen sie es nur? Anfangs mussten monatlich 4500 $, dann 2500 $, zuletzt 1000 $ zugeschossen werden, und jetzt kann das Bistum gar nichts mehr dazugeben. Schulleiterin Maria Baiano: Für die nötigen Investitionen haben sich Gott Dank immer wieder großzügige Spender gefunden; denn wir können in der Konkurrenz nur bestehen, wenn wir wirklich mithalten können. 51% der laufenden Ausgaben kommen durch die Elternbeiträge herein, die natürlich, auch mit Hilfe von Stipendien, den sozialen Bedürfnissen angepasst werden müssen, damit nicht nur Kinder aus zahlungskräftigen Familien unsere Schule besuchen können. Die restlichen 49% müssen wir anderweitig aufbringen: Durch unsere neue Schulbuchhandlung, durch öffentliches Kopieren und Vervielfältigen mit unseren Geräten, durch Verkauf von Speisen und Getränken unserer Schulcafeteria auch auf die Straße, durch Gebühren für Dokumente, durch Verzicht unserer Lehrer auf Gehaltssteigerungen im Maße der anderen Privatschulen. Das geplante Internet-Café soll uns eine weitere Möglichkeit erschließen. Um uns die Teilnahme an Wettbewerben zu ermöglichen, veranstalten wir mit unseren Schülern alles Mögliche, um das Geld zusammen zu bekommen.

Hoffentlich klappt es bald mit der Anerkennung unserer Gemeinnützigkeit. Die Hürden, die durch die Steuerbehörden auch unter Lulas Administration aufgebaut sind, scheinen fast unüberwindlich. Wenn wir die hohen Steuern für gewinnorientierte Privatschulen bezahlen müssten, wären wir am Ende. Viele haben schon aufgegeben: Die Zahl der Schüler an kirchlichen Schulen ist in den letzten Jahren von 902.000 auf 506.000 zurückgegangen. Wir kämpfen weiter; und es scheint, dass wir es schaffen.

(Direktorin Ma. Baiano, redigiert Pünder)

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