Das Wappen von Bischof Reinhard

4. November 2007 - Das Wappen des ersten Bischofs von Coroatá besteht nur aus dem "Schild", unter Weglassung des römischen Bischofshutes mit seinen zweimal drei Bommeln und anderem Schmuck und Symbolen.

Der Schild ist diagonal in zwei Hälften geteilt: Die linke obere zeigt auf blauem Grund eine zwölfstrahlige goldene Sonne über der roten Silhouette einer modernen Stadt. Die rechte bzw. untere Hälfte ist eine grüne Fläche mit einer roten Waage in der Mitte. Das Grün bedeutet den Boden, aus dem der Bischof (symbolisiert durch die Waage aus dem Wappen seiner Familie) hervorgewachsen ist. Die "Pünder" waren Bergwerksverwalter im Dienste der Landesherren von Jülich und Berg in der Eifel, "Abwäger" zum gerechten "Punden" (> "Pfund") des abgebauten Metalls. 

BischofswappenDie Sonne bedeutet das Licht der Frohen Botschaft, das durch das bischöfliche Wirken so reich und vollständig wie möglich (symbolisiert durch die Zahl Zwölf) die "polis", im Sinne der "neuen Stadt" der Apokalypse (mit ihren zwölf Toren usw.) erreichen, erleuchten und zu erneuern helfen soll, dass die Menschen, vom Geiste Christi geleitet und in Seiner Liebe (beides symbolisiert durch die rote Farbe) positiv zusammen zu leben verstehen. Dieses Licht bedarf als Unter- und "Hintergrund" der tiefen Bereitschaft und Glaubenshaltung Mariens (symbolisiert durch das Blau), die "das Wort" braucht, um "Fleisch werden" zu können.

Von hierher bekommt die andere Wappenhälfte einen neuen Sinn: In dem Maße, in dem die so verstandene Evangelisierung gelingt, geschieht auch Gerechtigkeit (Waage) auf dem Land (grüne Fläche) und besteht die Hoffnung (Farbe Grün), auch die Landprobleme im Staate Maranhão, in dem Coroatá liegt, lösen zu können, was tatsächlich ein Schwerpunkt der Bistumspastoral war und ist und auch zu erfreulichen Erfolgen geführt hat.

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