Erste Erfahrungen des neuen Di÷zesan-Íkonoms***

BistumskarteAm Fest des hl. Josef, dem Patron aller Ökonomen, wurde ich in mein neues Amt eingeführt. Meine erste Aufgabe: Erst einmal festzustellen, wie viele Mitarbeiter die Diözese hat. Ich war überrascht, es waren (inklusive der Pfarreien) 102, davon 48 nicht registriert. Ich habe mich also als erstes daran gemacht, dies zusammen mit den Pfarreien in Ordnung zu bringen, denn die Diözese bekam schon einmal Schwierigkeiten mit der Arbeitsadministration. Dann plante ich, nach und nach alle Pfarreien zu besuchen und sorgte dort gleich für die Gründung eines Verwaltungsrates. Es galt festzustellen, welche Gebäude die Pfarrei besitzt und deren Dokumentation zu regeln.

Seither sind neun Monate vergangen. Jetzt haben wir 91 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sind dabei, bei den letzten 11 die Arbeitsverhältnisse den Bestimmungen anzupassen.

Die Diözese muss immer noch mit 63 % ihrer Einkünfte aus dem Ausland überleben. Dies muss sich ändern. Damit wir unsere Einnahmen schon mittelfristig hier vor Ort erzielen können, müssen die Arbeitsgruppen „Zehnt“ der Pfarreien noch besser organisiert werden. Bei meinen Besuchen versuche ich, sie stärker zu motivieren, denn ich bin überzeugt, dass jeder katholische Christ unserer Diözese, wenn er etwas vom Evangelium begriffen hat, mitverantwortlich für das Leben der Kirche ist. Klar, dies ist ein Prozess, der in Gang gehalten werden muss, und unsere Priester müssen die ersten sein, in ihren Pfarreien die nötige Motivation zu wecken.

Ich fühle viel Schwung in mir für diese Aufgabe, die nicht leicht sein wird. Unsere Priester müssen offen und bereit sein, die nötigen Veränderungen zu akzeptieren, denn allein werde ich es nicht schaffen. Wir müssen gemeinsam erfüllt sein von diesem Geist der Mitverantwortung und dem Wunsch, voran zu kommen.

J. Francisco Holanda OSF
- Ökonom der Diözese Coroatá -

Zurück zum Inhaltsverzeichnis des Brasilienbriefs 2009