Politische Bildung eine Prioritšt

Nicht zuletzt wegen alarmierender Daten

Von den 523.277 Menschen, die in der Diözese Coroatá wohnen (das sind 8,3 % der Einwohner von Maranhão) gelten 99.628 Familien als arm. Was „menschliche Entwicklung“ angeht, liegen 28 der 100 am wenigsten entwickelten Munizipien Brasiliens in Maranhão, drei davon im Bistum Coroatá (Timbiras, Cantanhede und ganz unten Matões). Von den 56 Munizipien (1 % von Brasilien) mit dem geringsten Pro-Kopf-Einkommen liegen 15 in Maranhão, in unserem Bistum eines (Timbiras). In der Liste der 100 Munizipien Brasiliens, die „soziales Ausgeschlossensein“ ausweist, liegen wieder 35 in Maranhão, davon sechs in unserer Diözese (Timbiras, Nina Rodrigues, Vargem Gerande, Cantanhede und am Schluss wieder Matões).

59 % der Menschen im Bistum leben von der pauschalen staatlichen Sozialhilfe („Bolsa Família“). Die staatliche Politik begnügt sich damit, sie zu Konsumenten zu machen. Sie sollen aber selbstverantwortliche Bürger werden. Die 200 Teilnehmer der letzten Pastoralversammlung wählten deshalb „Politische Bildung“ zu einer der Prioritäten unserer Bistumsarbeit.

(Info: CPT-Coroatá)

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