Bericht der Landespastoralkommission

14. Mai 2009 - Weil die Situation brennt, kam heute die Koordination der Pastoralarbeit beim (grippekranken) Bischof zusammen.

Alle waren wir zu dieser Zeit engagiert; die Solidarität ist in allen Pfarreien sehr groß. Die schwierigste Phase wird sein, wenn die Betroffenen in ihre Häuser zurückkehren, allein in Coroatá 4.941 Personen. Im Umfeld sind 22 Dörfer isoliert. Die Menschen waren gezwungen, sie zu verlassen. In der Stadt sind im Bairro Trizidela neun Straßenzüge unter Wasser, in Vila Vavá sämtliche Häuser, zehn Straßen in Stadtmitte und im Bairro Americanos. In Neu-Coroatá die Stadtteile Vila Mocó, Novo Areal, Mariol und União. 1.711 Personen mussten anderswo Unterschlupf finden. Obdachlos sind 3.028 Personen geworden, 209 wurden geräumt. Eine Person ertrank, als die Brücke nach Marajá von den Fluten weggerissen wurde. 374 Häuser sind zerstört. 191 städtische und staatliche Schulen im Stadtbereich sind geschlossen, um Familien unterzubringen. Das Diözesankolleg und die Pfarrei halfen durch Versorgung mit Lebensmitteln und die Ausgabe von Suppe im Bairro Viva Vavá. Ein Gottesdienst wurde gefeiert, um Spenden zu sammeln. Die Diözese stellte 60 Matratzen aus dem Diözesanzentrum zur Verfügung.

Die Stadtverwaltung hat sich mit allen Dezernaten engagiert; die Zivilverteidigung ist vor Ort; die Landes- und Bundesregierungen haben Lebensmittelkörbe und Medikamente zur Verfügung gestellt. Das größte Problem stellen die Dörfer dar, die durch die Zerstörung der Verkehrswege nicht erreichbar sind. Alles ging fürchterlich schnell. Durcheinander und Klagegeschrei überall.

Codó ist eine der am meisten betroffenen Stadtgemeinden. 8.000 Personen sind unmittelbar betroffen. Für Pirapemas und Cantanhede kam die Hilfsaktion einer Partnergemeinde aus S.Luis an. Die Caritas Maranhão hat auf Bundesebene eine Hilfskampagne für Codó und Vargem Grande gestartet.