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Sr. Josias, Präfekt von Peritoró, früher Priester unserer Diözese, ist nicht wiedergewählt worden, obwohl er bei einer Klassifikation zum fünftbesten Bürgermeister von Maranhão erklärt worden war. Er hatte die letzte Wahl ohne das Geld der Reichen von Peritoró geschafft, die gerne am Stadtsäckel mitsaugen wollten, war ihnen also nicht verpflichtet und hatte ihnen auch nie Konzessionen gemacht. Das verziehen sie ihm nicht und haben deshalb mit Bächen von Geld die Wahl eines Saufbruders durchgesetzt. Armes Peritoró!

Über die unglaublichen Vorgänge bei der letzten Wahl in Codó hatten wir damals berichtet: Stimmenkauf, gefälschte Wahlausweise, Manipulation der Wahlurnen, Mißachtung von Zeugenaussagen und einschlägigem Filmmaterial durch Bestechung der Wahljustiz, ja nackte Gewalt. Auch dieses Mal wurden im Vorfeld alle üblen Tricks angewandt; z.B. wurden die städtischen Angestellten massiv unter Druck gesetzt, nur ja "richtig" zu wählen.

Die massiven Beschwerden vom letzten Mal hatten jedoch einen späten Erfolg: Brasilia schickte dieses Mal neun Beamte der Bundespolizei zur Wahlaufsicht, so dass die Wahl im Wesentlichen frei verlief und zur Wahl des ordentlichen Konkurrenten führte. Der Jubel des Voilkes und die Wut der Verlierer sind groß.

(Bischof Reinhard)

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