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Brasilienbriefe
2007
Agrarkonflikte 2007***
| Agrarkonflikte 2007*** |
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Die Landpastoral (CPT) versucht jeweils Rechtshilfe zu leisten Codó-Sta. Rita Alter Erbbesitz ohne Dokumentation. In den 70er Jahren verschaffte sich jemand Eigentumstitel, ohne das Gelände zu nutzen. Jetzt Androhung von Vertreibung der altansässigen 60 Familien. Fünf verbrannte Häuser. Codó-Mata Virgem Alter Erbbesitz ohne Dokumentation. Ein Abgeordneter erwirkte Aberkennung der Erbrechte als "nicht belegbar" und droht, die 25 Familien zu vertreiben. Anlage von Grasflächen auf ihren Äckern. Gleichzeitig Versuch, durch staatliche "Enteignung" Entschädigung zu kassieren. Codó-Vergel Im Dorf Vergel (Municip Codó, Pfarrei São Raimundo) wohnen 80 Familien, fast alles Nachkommen und Erben des verstorbenen Familienpatriarchen, auf dem Gebiet dessen Fazenda von 1.845 ha. Der älteste Erbe brachte andere Erben, praktisch Analphabeten, dazu, auf ihre Erbrechte zu verzichten, und verkaufte einen Teil des Besitzes an zwei Bürger von Codó. Diese legten angebliche Bevollmächtigungen vor, die Erben einem Rechtsanwalt übergeben hätten. Darauf beauftragte die Pfarrei S. Raimundo die Anwältin der Landes-CPT, die die Echtheit dieser Dokumente vor Gericht anfocht. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Gleichzeitig gab es Todesdrohungen, Brandstiftungen gegen Häuser und Felder, um die verbliebenen Erben zu vertreiben. Die Anwältin erwirkte dagegen eine eintweilige Verfügung. Nach kurzer Ruhe fielen im August d.J. Schüsse auf drei der Bauern, ein vierter, Witwer (42) mit neun Kindern (die Jüngste zweijährig) starb durch Pistolenschüsse aus dem Hinterhalt. Die Täter sind bekannt und wurden vorgeladen; einer blieb flüchtig. Die Bewohner sind verängstigt und fürchten weitere Morde. Sie wissen, dass die Mörder mächtige Hintermänner haben. Wir informieren weiter die Öffentlichkeit und fordern energisches Einschreiten der Behörden. Alto Alegre-Bandeira Ehemals Staatsland, 20 dort ansässige Familien. 2006 von der Landbehörde einem riesigen Viehzuchtunternehmen im Besitz des Bürgermeisters von Codó "zugesprochen". Dieser erwirkte eine Verfügung auf "Wiedereinsetzung in seine esitzrechte" und ließ die Altbesitzer – erst am Vorabend informiert – vertreiben und sofort ihre Häuser verbrennen. Sie legten Widerspruch ein und gewannen vor Gericht. Jetzt wurde ihnen vorgeschlagen, ihr Land zu kaufen oder sich mit einem Teil zufrieden Alto Alegre-S.José Ein Großunternehmen im Streit mit 22 dort seit 40 Jahren ansässigen Bauernfamilien: Keine landwirtschaftliche Nutzung, dafür illegale Holzgewinnung. Die Umweltbehörde registrierte nur die Umweltfrevel. Seit 2004 Versuche, die Familien zu vertreiben: Bedrohung durch bewaffnete Pistoleiros, Eindringen in ihre Häuser, Einschüchterungen, Schüsse. ... Auf keine der Anzeigen erfolgte eine ernsthafte Matoes-Boa Vista Ehemals Sklavenland. Während sich die CPT bemüht, die Legitimierung der Ersitzungsrechte von drei Familien mit 22 Personen zu erwirken, behauptet die Holding eines Großgrundbesitzers und Politikers, jetzt legitimer Eigentümer zu sein. Seit hundert Jahren Konfusion mit der Dokumentation. Kaufdokumente sind bisher nicht aufgetaucht. Dennoch Bedrohung der Familien; u.a. schickte man andere, ihre Felder abzuernten, in der Absicht sie zu vertreiben. Timbiras-Campestre Der Prozess der Enteignung zu Gunsten der 300 dort ansässigen Familien zieht sich hin, da die Großgrundbesitzerfamilie mächtigen politischen Einfluss besitzt. Die Landarbeitergewerkschaft stellte sich (wohl korrumpiert) auf die Seite der Viehzüchter. Jetzt wurden die Pflanzungen von zehn der Familien angezündet. Der Streit schwelt weiter. CPT-Diözese Coroatá, zusammengefasst durch die Redaktion Zurück zum Inhaltsverzeichnis des Brasilienbriefs 2007 *** So gekennzeichnete Artikel unterscheiden sich in der Online-Ausgabe von der Print-Ausgabe! |



