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Siegel / Wappen PDF Drucken E-Mail

Siegel der Diözese CoroatáDas Siegel des Bistums stellt schlicht die Bistumspatronin, Maria mit dem vom Kreuz abgenommenen Sohn dar, in Deutschland auch als "Vesperbild" bezeichnet, die "Pietà - Nossa Senhora da Piedade", die Schmerzensmutter.

Sie ist die Stadtpatronin von Coroatá, war dies schon lange vor der Gründung des Bistums. Diese erfolgte in einer Zeit vieler, oft grausamer, ja blutiger Landkonflikte und erschien dem ersten Bischof und seinen (wenigen) Priestern als providentielles Symbol: Jesus hatte ja gesagt: "Was ihr dem geringsten meiner Brüder tut, das habt ihr mir getan." (Mt. 25,40) Also haben wir es bei den Opfern der traurigen sozialen Konflikte letztlich mit dem gekreuzigten, geschändeten Menschensohn zu tun und müssen wie die Mutter Jesu uns über diese beugen, an deren Seite und an der Seite ihrer Angehörigen stehen und deren Sache zur eigenen machen, im Einsatz für eine gerechte soziale Ordnung, eine Verteilung des Landes und der Chancen zu Gunsten der jahrhundertelang missachteten Bevölkerungsmehrheit, der Nachfahren der Ureinwohner und der aus Afrika herbeigeschafften Sklaven der aus Europa eingewanderten Herren des Landes.

So sagt uns das Bild, was es in dieser Umwelt bedeutet, "Kirche" zu sein, "Zeichen und Werkzeug der Gottesherrschaft" im Einsatz für Gerechtigkeit und Geschwisterlichkeit hier im Nordosten Brasiliens, "Armenhaus" des Landes, nicht weil die Natur arm wäre, sondern weil die Verteilung der Chancen jeder Gerechtigkeit spottet. In all den Zeichen des Todes muss hier "Auferstehung" geschehen – im Geiste und in der Kraft dessen, der aus dem Kreuz "Ostern" gemacht hat.

BischofswappenDas Wappen des ersten Bischofs von Coroatá besteht nur aus dem "Schild", unter Weglassung des römischen Bischofshutes mit seinen zweimal drei Bommeln und anderem Schmuck und Symbolen. Der Schild ist diagonal in zwei Hälften geteilt: Die linke obere zeigt auf blauem Grund eine zwölfstrahlige goldene Sonne über der roten Silhouette einer modernen Stadt. Die rechte bzw. untere Hälfte ist eine grüne Fläche mit einer roten Waage in der Mitte. Das Grün bedeutet den Boden, aus dem der Bischof (symbolisiert durch die Waage aus dem Wappen seiner Familie) hervorgewachsen ist. Die "Pünder" waren Bergwerksverwalter im Dienste der Landesherren von Jülich und Berg in der Eifel, "Abwäger" zum gerechten "Punden" (> "Pfund") des abgebauten Metalls.

Die Sonne bedeutet das Licht der Frohen Botschaft, das durch das bischöfliche Wirken so reich und vollständig wie möglich (symbolisiert durch die Zahl Zwölf) die "polis", im Sinne der "neuen Stadt" der Apokalypse (mit ihren zwölf Toren usw.) erreichen, erleuchten und zu erneuern helfen soll, dass die Menschen, vom Geiste Christi geleitet und in Seiner Liebe (beides symbolisiert durch die rote Farbe) positiv zusammen zu leben verstehen. Dieses Licht bedarf als Unter- und "Hintergrund" der tiefen Bereitschaft und Glaubenshaltung Mariens (symbolisiert durch das Blau), die "das Wort" braucht, um "Fleisch werden" zu können.

Von hierher bekommt die andere Wappenhälfte einen neuen Sinn: In dem Maße, in dem die so verstandene Evangelisierung gelingt, geschieht auch Gerechtigkeit (Waage) auf dem Land (grüne Fläche) und besteht die Hoffnung (Farbe Grün), auch die Landprobleme im Staate Maranhão, in dem Coroatá liegt, lösen zu können, was tatsächlich ein Schwerpunkt der Bistumspastoral war und ist und auch zu erfreulichen Erfolgen geführt hat.

 

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Letzte Aktualisierung:
4. März 2010

































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